Bahnverkehr nach Lauda soll stabiler werden

Umfangreiches Maßnahmenpaket soll Pünktlichkeit erhöhen.

Seit Mitte Dezember 2019 gibt es ein neues Fahrkonzept auf der Schienenstrecke von Lauda nach Würzburg. Bei einigen Fahrten im morgendlichen Berufsverkehr (RE 19052) kam es immer wieder zu Verspätungen. Teilweise waren die Wagenkapazitäten unzureichend, vereinzelt fielen ganze Fahrten aus.
Bereits im Februar gab es ein erstes Gespräch mit den beteiligten Verkehrsunternehmen. Nun lud Landrat Thomas Eberth zu einem erneuten Spitzengespräch, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Mit dabei waren neben den Bahnunternehmen auch die Bürgermeister Björn Jungbauer (Kirchheim) und Stefan Hemmerich (Marktes Reichenberg) sowie Würzburgs Klimabürgermeister Martin Heilig.


Landrat Thomas Eberth und Bürgermeister Martin Heilig betonten die Bedeutung einer zuverlässigen Bahnanbindung. „In den vergangenen Jahren haben sich alle Beteiligten in der Region darum bemüht, das Bahnfahren attraktiver zu machen.“, so Heilig. „Wir können aber dauerhaft nur Fahrgäste dazugewinnen, wenn das Angebot auf der Frankenbahn auch wirklich zuverlässig und pünktlich ist und damit eine Alternative zum Auto.“, ergänzte Eberth.“


Max Kaiser, kaufmännischer Betriebsleiter des Betreibers Go-Ahead Baden-Württemberg, verwies im Gespräch auf die bereits erfolgten Maßnahmen zur Stabilisierung seit Anfang Februar. Seit Anfang März ist eine Doppelstock-Einheit im Einsatz, seit 4. Mai sind insgesamt zwei Doppelstock-Einheiten auf der RE 8 unterwegs, um die Kapazitäten zu erweitern. Daneben konnte Go-Ahead eine Reihe von Triebfahrzeugführern in Arbeitnehmerüberlassung für die Frankenbahn gewinnen. 
Zur Einschätzung, wie der Betrieb der RE 8 zum kleinen Fahrplanwechsel verlaufen kann, erklärte Go-Ahead: "Für uns ist der Ausgang der Marktsondierungsgespräche beziehungsweise die Lösung ab 14. Juni noch offen. Wir führen derzeit Gespräche mit verschiedenen möglichen Subunternehmen, für die gesamte Strecke als auch für einzelne Umläufe. Letztlich kommt es darauf an, was planerisch und betrieblich in so kurzer Zeit realisierbar ist. Nach unserer Einschätzung wird Go-Ahead vermutlich zum 14. Juni selbst weiterfahren, mit vorhandenen Doppelstock-Verstärkerzügen. Aufgesattelt auf die bereits erfolgten Maßnahmen seit Februar haben wir auf zusätzliche Personalrekrutierung gesetzt, verstärkte Ausbildung sowie innerbetriebliche Maßnahmen zur Reduzierung von Zugausfällen."


„Wir werden die Entwicklung auf der Strecke nach Lauda auch weiterhin sehr genau beobachten,“ so Landrat Eberth. „Anfang Juli werden wir uns noch einmal zusammensetzen und gemeinsam bewerten, ob die Maßnahmen den gewünschten Erfolg zeigen.“
 

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